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Ligue 1

Ligue 1: Der 13. Spieltag – die Sonntagsspiele

Der 13. Spieltag geht in die zweite Runde. Nachdem bereits die Spiele vom Freitag und Samstag im Fokus waren, blicken wir heute auf das Geschehen am Sonntag. Drei Partien stehen an, darunter der Südschlager Bordeaux gegen Marseille.

Teil 2 der Spieltagsvorschau

Lyon – Reims

Am frühen Sonntagnachmittag (14.00 Uhr) trifft Olympique Lyon auf Neuling Stade de Reims. Klare Sache – könnte man zumindest meinen. Die Mannen von Rémi Garde belegen in der Tabelle einen guten 3. Platz und haben noch das Nachholspiel gegen Olympique Marseille in der Hinterhand. Zudem kommen sie aus einer Serie von drei Heimsiegen in Folge (wettbewerbsübergreifend inklusive dem Europa League-Heimsieg gegen Bilbao) und Torjäger Gomis zeigte sich zuletzt in guter Form, konnte bisher fünf Mal in der Liga treffen. Er sorgte auch für den 2:1 Siegtreffer der Equipe tricolore im Testspiel gegen Vize-Europameister Italien.

Nun ja, aber nicht alles spricht für einen souveränen OL-Heimsieg. Da wäre einmal die Historie: die Statistik spricht eher für die Gäste, Lyon konnte nur fünf von 21 Aufeinandertreffen (seit 1932) für sich entscheiden. Andererseits liegt das letzte davon bereits 34 Jahre zurück, die Kräfteverhältnisse haben sich seither deutlich verändert. Schwerer wiegen dürften da schon die Ausfälle bei OL: Nach Michel Bastos, Jimmy Briand und dem gesperrten Bakary Koné muss das Team um den wiedererstarkten Yoann Gourcuff auch auf Dejan Lovren verzichten.

Also ein massiver Personalschwund in der Innenverteidigung, den die Rémois nutzen könnten. Umso mehr, als sie dringend punkten müssen. Zwar belegt Stade Reims einen soliden 10. Platz, nach drei Niederlagen aus den letzten vier Partien geht die Tendenz aber eher nach unten. Zumindest einen Punkt sollte man also mitnehmen aus Lyon, um den Abstand auf die unteren Ränge nicht schmelzen zu lassen. Da kommt es natürlich nicht gerade gelegen, dass die Mannschaft nun auch noch auf Nicolas Fauvergue verzichten muss, der sich eine Blessur im Training zuzog. Daneben fehlen Mohamed Fofana und Courtet.

Tipp: Lyon wird es verstehen, die höhere individuelle Klasse gewinnbringend einzusetzen. 3:1-Heimsieg.

Nizza – Toulouse

Zwei Südduelle hat der 13. Spieltag zu bieten, das erste findet in Nizza statt. Dort trifft der OGC, der in der Tabelle auf Platz 15 rangiert, auf den Tabellensiebten Toulouse. Die Vorzeichen könnten nicht unterschiedlicher sein: Während Nizza sich zuletzt verbessert zeigte und seit drei Spielen (inklusive dem Ligapokalsieg gegen Lyon) nicht mehr verloren hat, haben die Gäste von Trainer Alain Casanova seit drei Spielen (ebenfalls inklusive Ligapokal) nicht mehr siegen können. Auch die Statistik spricht für das Team von Ex-Lyon-Trainer Claude Puel, über die Hälfte der Begegnungen konnte die Heimmannschaft von der Côte d’Azur für sich entscheiden.

Bei Nizza stößt der zuletzt gesperrte Mahamane Traoré zurück ins Team, wohingegen Innenverteidiger Renato Civelli seinerseits eine Gelbsperre absitzen muss und dementsprechend fehlen wird. Neuigkeiten gab es auch von Sorgenkind Kevin Anin, der wegen „ernsthaften persönlichen Problemen“ die letzte Zeit bei seiner Familie in Le Havre verbracht hat und nun zurück am Mittelmeer ist, allerdings noch nicht im Kader für das Toulouse-Spiel.

Auf Seiten der Gäste ist Serge Aurier nach abgesessener Sperre wieder zurück. Ohne Aurier hatte Toulouse zuletzt gegen Ajaccio vier Gegentore kassiert. Ausfallen werden hingegen Jonathan Zebina, dem es noch an Fitness fehlt, sowie Franck Tabanou, Cheikh M’Bengue und Steeve Yago.

Fazit: Eine schwierige Angelegenheit. Gelingt es dem Téfécé, eine solidere Defensivleistung als zuletzt zu bringen, ist ein Auswärtssieg gut möglich. Die vielen Ausfälle sind aber nur schwer zu kompensieren. 2:2.

Bordeaux – Marseille

Zum Abendspiel (21.00 Uhr) empfangen die Girondins aus Bordeaux den Tabellenzweiten aus Marseille. Beide Mannschaften spielen bisher eine gute Saison, Bordeaux zeigte zuletzt eine überragende Leistung beim 4:0-Auswärtssieg in Lorient, ist zuhause weiter ungeschlagen. Und diese Heimstärke zeigten die Bordelais auch schon in der Vergangenheit, besonders gerne gegen OM. Seit der Saison 1977/78 gelang der Mannschaft vom Mittelmeer kein Sieg im Parc Lescure. Selbst die treuesten Marseille-Anhänger glauben wohl nicht so recht daran, dass ein solcher am Sonntag gelingen wird. Wie das „So Foot“-Magazin herausfand, kann man mittlerweile bei Twitter unter dem Hashtag #SiOMGagneABordeaux (zu Deutsch: Falls OM in Bordeaux gewinnt) nachlesen, was im Falle eines OM-Sieges alles passieren würde.

Dabei braucht sich Marseille keinesfalls verstecken: Mathieu Valbuena scheint in guter Form zu sein, traf unter der Woche beim Sieg der „Equipe tricolore“ gegen Australien per Traumtor zur 1:0-Führung. Außerdem ist OM diejenige Mannschaft, die in dieser Saison die meisten Auswärtssiege (4) vorweisen kann. Auf der anderen Seite muss die Mannschaft von Elie Baup neben den verletzten Gignac und Rémy auch auf Jordan Ayew verzichten, der gesperrt ist. Das könnte dazu führen, dass der eigentliche Linksaußen André Ayew in der Spitze agieren wird.

Achtsam sollte die OM-Defensive in aber in jedem Fall, denn auch die Girondins haben mit Ludovic Obraniak, der sich seit Wochen in guter Form präsentiert, jemanden in ihren Reihen, der am Länderspielmittwoch ein Traumtor erzielte, für die Auswahl von Polen bei der 1:3-Niederlage gegen Uruguay. Bei der Mannschaft von Francis Gillot gab übrigens Außenverteidiger Trémoulinas am Mittwoch sein Länderspieldebüt für die französische Nationalmannschaft, spielte allerdings nur wenige Minuten.

Tipp: In jedem Fall ein würdiger Abschluss des 13. Spieltags, aber ob in Bordeaux für OM mehr als ein Unentschieden drin ist, bleibt aufgrund der Ausfälle im Angriff zu bezweifeln. Und natürlich war die Stadt an der Girondemündung noch nie ein gutes Pflaster für Marseille. 1:1.

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