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Europapokal

Europapokal: Marseille ausgeschieden, Lyon und Bordeaux in der Zwischenrunde. Nur Paris im CL-Achtelfinale

Am Donnerstag standen die Spiele der französischen Vertreter in der Europa League an. Marseille empfing Fenerbahce, Lyon musste bei Sparta Prag ran und Bordeaux war auswärts in Brügge gefordert. Am Dienstag und Mittwoch spielten Lille, Montpellier und Paris in der Champions League. Ein Blick auf den Europapokalspieltag.

In der Champions League war das bereits ausgeschiedene Lille bei BATE Borissov gefordert. Auch wenn noch rechnerische Chancen auf das Erreichen den 3. Platzes bestanden gab Trainer Rudy Garcia einigen Stammkräften eine Verschnaufpause. Dadurch kamen Sidibe, Bruno, Rodelin und Ersatzkeeper Elana zum Einsatz und konnten in einem munteren Spiel ihren Beitrag dazu leisten, dass das bis dato punktlose Lille den ersten Dreier in der diesjährigen Champions League einfahren konnte. 2:0 hieß es Ende. Ein zwar bedeutungsloses Ergebnis, denn ein weiteres Tor hätten die Nordfranzosen schon noch gebraucht, um die Hoffnungen auf den 3. Platz am Leben zu halten. Dennoch aber eine gute Reaktion auf die 6:1-Niederlage und die Gewissheit, sich zumindest nicht gänzlich ohne Sieg aus der Königsklasse zu verabschieden.

Der HSC Montpellier war am Mittwochabend zu Gast in London. Die wenigsten rechneten mit einer Überraschung des französischen Meisters bei Arsenal. Und so kam es auch nicht. Gab es vor dem Spiel noch die ein oder anderen Rechenspiele, war nach der 2:0-Niederlage, bei der Podolski ein Traumtor erzielte, klar, dass es für den HSC kein Überwintern in den europäischen Wettbewerben geben wird. Ein Punkt steht nun nach 5 Spielen auf der Habenseite, 5 Punkte beträgt der Abstand auf Olympiakos, das im Parallelspiel dem FC Schalke unterlag.

Ganz anders sieht das für Paris Saint-Germain aus. Der Hauptstadtklub war bei Dynamo Kiew gefordert, das überraschenderweise ohne Superstar Yarmolenko begann. PSG lief mit dem in der Liga zuletzt gesperrten Ibrahimovic auf, der neben Lavezzi und Nene die Offensivreihe bildete. Mit gleich drei defensiven Mittelfeldspielern – Verratti, Matuidi und Momo Sissoko – ließ Trainer Carlo Ancelotti aber keine Zweifel daran, worum es gehen sollte: Mit einem Punkt würde man auch im Frühjahr noch europäisch spielen. Und diese Taktik ging gegen drückende Ukrainer auf. Die Chancenanzahl sprach nicht gerade für den PSG, umso mehr aber deren Verwertung: Nicht etwa „Ibracadabra“, sondern der argentinische Neuzugang Lavezzi erzielte einen Doppelpack, der danach mehr oder weniger souverän nach Hause verteidigt wurde. Dadurch steht der PSG im Achtelfinale. Ob als Gruppenerster oder -zweiter, darüber entscheidet das finale Aufeinandertreffen mit dem FC Porto am letzten Spieltag

Marseille raus, Lyon und Bordeaux weiter

Die Konstellationen in der Europa League waren schon vor dem Spieltag relativ klar: Olympique Lyon hatte die ersten vier Spiele allesamt gewonnen und war bereits für die Zwischenrunde qualifiziert. Dementsprechend entspannt ging Trainer Rémy Garde das Auswärtsspiel bei Sparta Prag an – eine B-Elf aus vornehmlich jungen Spielern sollte sich gegen die Tschechen versuchen. Und diese „Jugendauswahl“ um Benzia, Ghezzal, Ferri, Umtiti und Grenier schlug sich erstaunlich gut. Klar, es waren auch einige bekanntere Namen wie Gourcuff, Reveilleire oder Bakary Koné auf dem Platz. Das Lyoner Tor erzielter aber einer aus der jungen Garde: Yassine Benzia, der in der Sturmmitte agierte, und der nach einem Gourcuff-Freistoß traf. Sparta konnte wenige Minuten später noch ausgleichen, sodass sich beide Mannschaften remis trennten. Der Gruppensieg war damit besiegelt.

Girondins Bordeaux benötigte im Spiel gegen den FC Brügge mindestens einen Punkt – und holte gleich deren drei. 2:1 setzten sich die Südfranzosen, die im Gegensatz zu dem Sieg am Sonntag gegen Marseille mit einem 3-5-2 antraten, gegen das Ex-Team von Christoph Daum durch. Beide Tore erzielte der wieder erstarkte Angreifer Jussiê. Auch die Girondins dürfen sich also über das Überwintern in Europa freuen.

Blieb noch Olympique Marseille. Die Ausgangslage war denkbar schlecht, nachdem man am 4. Spieltag gegen Borussia Mönchengladbach in der Nachspielzeit den Ausgleich hinnehmen musste. Damit ging der direkte Vergleich an die Rheinländer. OM hätte also einen Sieg im Heimspiel gegen Tabellenführer Fenerbahce gebraucht (oder man hätte auf Punktverluste Gladbachs hoffen müssen). Doch die Mannschaft von Elie Baup war stark ersatzgeschwächt – es fehlte neben den Offensivkräften Gignac, Rémy und Valbuena auch Nkoulou, daneben wurden Kaboré und (zunächst) Cheyrou geschont. Dafür rutschten neben Europa League-Stammspieler Joey Barton auch Abdullah und Raspentino in die Startformation. In einem Spiel, das in weiten Teilen von der Spielanlage her den vorhergehenden internationalen Spielen glich, ergriff Marseille die Initiative, erarbeitete sich Chancenvorteile und mehr Ballbesitz. Gute Voraussetzungen eigentlich für einen Sieg. Doch die Mannschaft wirkte insgesamt nicht zielstrebig genug. In der Offensive fehlte oft die Bewegung der Mitspieler, die wenigen freien Räume, die die tief stehenden Türken boten wurden nur selten genutzt. Wenn es Chancen gab, war Torhüter Volkan Demirel meist zur Stelle. Oder der Ball ging gar nicht erst auf das Gehäuse des Schlussmanns.

So passierte dann das, was passieren musste. Fenerbahce nutzte eine Standardsituation, um in Führung zu gehen. Nach einem Eckball war es Innenverteidiger Irtegün, der eine Kopfballverlängerung akrobatisch per Fallrückzieher einschoss. In der Folge versuchte Marseille, den Rückstand noch zu drehen. Chancen waren eigentlich zur Genüge da, allein André Ayew hätte das Spiel heute zu Gunsten der Mannschaft aus der Hafenstadt entscheiden können. Tat er aber nicht. Und damit steht OM nach dem 5. Spieltag mit leeren Händen da, denn Borussia Mönchengladbach gelang ein 2:0-Sieg gegen AEL. Das Team von Elie Baup kann sich nun auf die Liga konzentrieren, wo es Sonntag auf Lille trifft.

Vor und während des Spiels gegen Fenerbahce war es zu einer Reihe von Zwischenfällen gekommen, auf die noch ein Blick geworfen wird.

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