//
du liest...
Ligue 1

Ligue 1: 15. Spieltag – Der Sonntag

Nachdem Marseille und Rennes auswärts in Brest und Troyes antreten mussten, ist im Abendspiel Toulouse in Lorient gefordert. Am Samstagabend hat es in Nizza eine große Überraschung gegeben.

Der PSG hat sich seine Reise an die Côte d’Azur sicherlich ganz anders vorgestellt. Obwohl man um die Heimstärke der Südfranzosen wusste, war der Hauptstadtklub um Superstar Ibrahimovic klar favorisiert. Und trotzdem verlor die Mannschaft gegen kompakt stehende Niçois.

PSG: Das Ende der Illusionen

Lange Zeit sah es so aus, als könne Paris, das die Partie zumindest optisch bestimmte, zumindest einen, wenn nicht sogar drei Punkte aus Nizza mitnehmen. Doch nach einer starken Einzelleistung des argentinischen Neuzugangs Darío Cvitanich, der den eingewechselten Van der Wiel tunnelte, konnte der freistehende  Bauthéac zur Heimführung einschießen (76.). Wütende Gegenangriffe sollten den Ausgleich erzwingen. Symptomatisch, dass es einmal mehr Zlatan Ibrahimovic war, der dafür sorgte (82.). Mit einem Freistoß, der gleichermaßen hart und platziert geschossen war – keine Chance für Keeper Ospinna. Lange blieb es allerdings nicht bei diesem Spielstand, denn den Gastgebern gelang der Lucky Punch durch einen Volley von Eysseric. Matuidi kassierte zudem eine völlig überflüssige Rote Karte. Paris am Boden, Nizza euphorisiert. Die „Issa Nissa“-Rufe (okzitanisch für „Vorwärts Nizza“) dürften noch einige Zeit zu hören sein. Dagegen dürfte es für PSG-Trainer Ancelotti, bei dem noch immer kein kohärenten Spielsystem zu erkennen ist, nun ungemütlich werden.

Marseille: Gegen den Trend

Gleich in doppelter Hinsicht dürfte dagegen der Auftritt von Olympique Marseille in Brest (14.00 Uhr) für Erleichterung sorgen. Einmal, weil mal wieder ein Sieg auswärts gelang – und das gegen die extrem heimstarken Bretonen aus Brest. Und dann, weil nicht wenige den Klub von Elie Baup nach der 1:4-Niederlage gegen Olympique Lyon in einem ähnlichen Abwärtsstrudel wie jenem in der Rückrunde der letzten Saison gesehen haben. 2:1 konnte sich OM nun in der Bretagne durchsetzen, wobei Souleymane Diawara, der eigentlich nicht für seine Torgefahr bekannt ist, die Gäste in Front brachte (34.). Brest-Mittelstürmer Benshop, den man im Sommer aus Alkmaar geholt hatte, besorgte neun Minuten später den Ausgleich. Das letztendlich spielentscheidende Tor gelang dann nach dem Seitenwechsel André Ayew (57.), nach Vorarbeit von Joey Barton, der auch schon den ersten Treffer auflegte. Balsam auf die Seelen der geschundenen Marseille-Fans, aus deren Reihen noch nach dem Spiel Kritik an Klubpräsident Labrune geäußert wurde.

Rennes dreht Spiel

Glücklich dürfte man auch auf Seiten von Stade Rennes sein. Am späten Nachmittag (17.00 Uhr) gelang der Mannschaft von Trainer Antonetti nach furioser Aufholjagd ein enorm wichtiger Auswärtssieg bei Kellerkind Troyes. Und dabei sah es zunächst alles andere als schlecht für ESTAC aus: Oldie Benjamin Nivet (35 J.) hatte nach Ballgewinn und Flanke von Stéphane Darbion zur Führung eingeschossen (24.), bevor jener per Kopf nach Vorarbeit von PSG-Leihgabe Bahebeck für den 2:0-Halbzeitstand sorgte (40.). Sah es nun nach dem für Troyes so wichtigen Dreier aus, erlebten die Zuschauer im Stade de l’Aube dann eine völlig andere zweite Hälfte: Romain Alessandrini, seit Wochen in bestechender Form, erzielte kurt nach der Pause (48.) den Anschluss für die Rennais, bevor Féret (81.) und der ehemalige Hamburger Jonathan Pitroipa (89.) in der Schlussphase das Spiel komplett drehten. Rennes nimmt durch das 3:2 wichtige Punkte im Kampf um die Europapokalplätze mit, die Troyes nun im Abstiegskampf fehlen. Mit mageren 8 Punkten ist ESTAC der Verlierer des Spieltags. Noch schlimmer für die Blau-Weißen: Alle Konkurrenten im Abstiegskampf punkteten (jeweils Remis).

Zieht Toulouse in Lorient nach?

Zum Abschluss des Spieltags tritt Toulouse in Lorient an (21.00 Uhr). Dann könnten die Mannen von Trainer Alain Casanova durch einen Sieg nachziehen und den Druck auf das „Podium“ hochhalten. Auf der anderen Seite bietet sich den Bretonen die Gelegenheit, zum Téfécé, Nizza und Lille aufzuschließen. Es dürfte also ein offenes Spiel werden, zumal zumindest Lorient in letzter Zeit nicht über die sattelfesteste Abwehr verfügt (2 oder mehr Gegentore in fünf aus den letzten sechs Partien). Und natürlich wäre da noch TFC-Torjäger Ben Yedder, der zuletzt gegen Lyon gleich doppelt traf. Für Spannung ist also gesorgt…

Die bisherigen Ergebnisse

Ajaccio – Saint-Etienne 0:0

Lyon – Montpellier 1:0

Nizza – Paris SG 2:1

Bordeaux – Sochaux 2:2

Valenciennes – Reims 1:0

Lille – Bastia 0:0

Evian – Nancy 1:1

Brest – Marseille 1:2

Troyes – Rennes 2:3

Advertisements

Diskussionen

Es gibt noch keine Kommentare.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: