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Legionäre, Presseschau

Medien: Gegen die Zeit – französisches Magazin verschläft Ausgleichstreffer

Manchmal werden Fußballspiele in der Nachspielzeit entschieden. Zu „spät“ für einige Onlinejournalisten, wie das Spiel Queens Park Rangers-Wigan aus der Premier League zeigt.

Ein Screenshot des mittlerweile geänderten Artikels, der den vermeintlichen Siegtorschützen Loic Rémy huldigt.

Ein Screenshot des mittlerweile geänderten Artikels, der dem vermeintlichen Siegtorschützen Loic Rémy huldigt.

 

Eigentlich alles wie immer: Man checkt die neuesten Fußballergebnisse. England – nicht unbedingt das bevorzugte „Footix“-Land. Aber gut, einige Expats treiben ihr Unwesen in der hiesigen „Premier League“, also mal schauen. Und siehe da, Loic Rémy, seines Zeichens französischer Nationalspieler und bis Winter für Marseille auf Torejagd, hat wieder zugeschlagen: „QPR setzt sich dank Rémy durch!“ titelte das französische Sportmagazin „Le10Sport“ Sonntagabend auf seiner Homepage (siehe Ausriss). Soweit so gut, Rémy kommt wieder in Form, sicherlich auch ein gutes Zeichen für die „Equipe tricolore“. Und QPR kommt im Abstiegskampf dank der vielen Einkäufe vielleicht doch noch auf einen grünen Zweig. Ein Sieg gegen Konkurrent Wigan wäre da doch genau das richtige Zeichen an die Konkurrenz.

Das Tor von Rémy zum zwischenzeitlichen 1:0 gegen Wigan (Endstand: 1:1). Animation: RMCSport.fr

Das Tor von Rémy zum zwischenzeitlichen 1:0 gegen Wigan (Endstand: 1:1). Animation: RMCSport.fr

Sportmagazin geht Ausgleich durch die Lappen

Wenn es denn dabei geblieben wäre! Denn QPR konnte die Führung nicht über die Zeit bringen. In der vierten Minute der Nachspielzeit erzielte Shaun Maloney mit einem sehenswerten Freistoß den immens wichtigen Ausgleich für Wigan. Unentschieden! Das hatten die Redakteure von „Le10Sport“ offensichtlich nicht mehr mitbekommen. Um 19.02 Uhr wurde der knappe Artikel online gestellt, um 19.01 hatte Maloney ausgeglichen, um 19.03 Uhr wurde die Partie abgepfiffen – eine Minute, nachdem „Le10Sport“ den QPR-Sieg verkündete.

Knapp anderthalb Stunden lang prangte das falsche Ergebnis auf der Homepage des Sportmagazins, dann wurde es korrrigiert (eine erste Aktualisierung um 19:59 Uhr „überlebte“ der „falsche“ Artikel noch), ohne allerdings Torschütze Maloney löblich zu erwähnen. Überhaupt wurden an dem Achtzeiler nur minimale Veränderungen vorgenommen. Da wird der Makel zum Trumf: Was zu schnell falsch eingestellt wird, kann ebenso schnell wieder korrigiert werden. Eine Richtigstellung oder auch nur Erwähnung der zuvor falschen Artikelversion findet sich aber nicht. Scheinbar wollte sich das Magazin nicht die Blöße geben.

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  • Wenn das sein echter Account ist, sieht man Ljuboja bald wieder auf der anderen Seite des Rheins. #LastRT 2 years ago
  • RT @LjubojaD: Direction Allemagne nouvelle destination 2 years ago
  • Ahahaha. Leute beschweren sich, dass Guardiola mit Alonso einen Spanier holt. Morgen wird dann wieder Fußball als globaler Sport abgefeiert. 2 years ago

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